„In einem schwierigen Umfeld sehr gut geschlagen“

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„In einem schwierigen Umfeld sehr gut geschlagen“

 

„In einem schwierigen Umfeld sehr gut geschlagen“

 

Wie sieht die Bilanz 2017 von Sachsen-Anhalts größtem innerstädtischen Einkaufscenter aus?

Margaret Stange-Gläsener: Wir haben uns in einem schwierigen Umfeld sehr gut geschlagen. Denn sowohl der wachsende Onlinehandel als auch die demografische Entwicklung stellen uns vor große Herausforderungen. Dass sich Magdeburg als Einkaufsstandort trotzdem sehr gut behaupten konnte, ist ein Verdienst aller Akteure in Politik und Stadtverwaltung sowie der IG Innenstadt, über die es dem Handel immer wieder gelingt, wichtige Impulse zu setzen. Deshalb macht mir die Vorstandsarbeit in der IG Innenstadt auch so viel Freude. Andererseits profitieren wir natürlich von der deutlich gewachsenen Kaufkraft in der Region, die von 2011 bis 2016 in unserem Einzugsgebiet nach unserer statistischen Erhebung um 8 Prozent gestiegen ist.

Haben Sie die angespannte Verkehrssituation absichtlich vergessen?

Margaret Stange-Gläsener: Nein gar nicht. Richtig ist, dass Magdeburg enorm viel Kaufkraft aus dem Umland bindet. Da gibt es gelernte Wegebeziehungen von der Altmark bis zum Harz. Das aber macht Magdeburg als Einkaufsmagnet auch anfällig für ein Abdriften in den Onlinehandel. Denn zum Einkauf muss man hier fast immer fahren – wenn dies aber aus unterschiedlichen Gründen mühsam ist, dann bleiben die Leute eher zu Hause. Da sollte einfach behutsamer mit sicher notwendigen Sperrungen umgegangen werden, damit die Wege in die Stadt für Fußgänger, Radler, Autofahrer, Busse und Bahnen nicht versperrt werden. Selbstverständlich wäre auch die termingerechte Abwicklung der sogenannten „Tunnelbaustelle“ sehr förderlich.

Andererseits appelliere ich zugleich an die Politik und Verwaltung der Stadt, nicht noch mehr Einzelhandelsflächen auszuweisen. Magdeburg hat mit 2,7 Quadratmeter pro Einwohner eine deutliche Überausstattung und wie oben ausgeführt, ist die Situation des Handels sehr angespannt.

Das Allee-Center bezeichnet sich selbst als Modecenter Nr. 1, sind doch nahezu 70 Prozent der Flächen an Fashion-Anbieter vermietet? In diesem Jahr gab es viel Bewegung im Haus – wie sieht es aktuell aus?

Margaret Stange-Gläsener: Wir konnten 2017 unsere Modekompetenz deutlich ausbauen. Unter anderem mit „Super Dry“, „Calvin Klein Underwear“ oder „Snipes“ haben wir unsere sehr erfolgreiche Ansiedlungspolitik der letzten Jahre fortsetzen können. Im Allee-Center gibt es Fashion-Konzepte, die es anderswo eben nicht gibt. Das unterscheidet uns, das macht uns aus. Übrigens werden wir auch 2018 wieder große Namen nach Magdeburg holen, die es hier noch nicht gibt. Im Gastronomiebereich planen wir im neuen Jahr sogar einen kleinen Coup.

Apropos Coup: Das Allee-Center feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag. Alle Jubiläen wurden bisher spektakulär gefeiert – auf was können wir uns freuen?

Margaret Stange-Gläsener: Bis zum Jubiläum Ende September/Anfang Oktober wird im Haus zunächst einmal viel um- und ausgebaut. Langjährige Mieter renovieren, erneuern Ladeneinrichtungen. Es wird einige Umzüge geben und wir werden an der Optik in der Ladenstraße und an der Verweilqualität im Haus arbeiten. Wir planen neue und bequemere Sitzmöglichkeiten, einen Spielplatz und nicht zuletzt, wie erwähnt, neue gastronomische Konzepte. Mit unserem Jubiläum möchten wir die Region und das Sozialgefüge stärken. Anders als bei früheren Aktionen werden nicht einige wenige Kunden etwas gewinnen, sondern diesmal werden viele Personen und Vereine von unserem Geburtstag maßgeblich profitieren. Mehr mag ich noch nicht verraten.

Auf welche Höhepunkte können wir uns außerdem im neuen Jahr freuen?

Margaret Stange-Gläsener: Unter anderem auf die wirkliche spektakuläre Erlebnisausstellung „Faszination Mensch“, die vom 1. bis 17. Februar bei uns Station macht. Besonders freue ich mich auf unsere Osteraktionen vom 15. bis zum 31. März. Denn wenn bei uns Ostern ist, dann erwacht die Natur jedes Jahr auf wirklich traumhafte Weise in unserer Ladenstraße zu neuem Leben. Und nicht zuletzt ist die Vorweihnachtszeit bei uns stets ein ganz  besonderes Ereignis, bei dem mir immer richtig warm ums Herz wird.

Womit will das Allee-Center Magdeburg auch im neuen Jahr die Menschen vom Couch-Shopping weg- und zum Einkaufserlebnis hinlocken?

Margaret Stange-Gläsener: Menschen sind keine Bedarfskäufer mehr. Wenn wir Shoppen gehen, dann belohnen wir uns oder andere, wir nehmen uns eine Auszeit vom Berufsalltag, wir suchen das Erlebnis, wollen etwas Berühren, Anprobieren, Riechen, Schmecken. Und wir wollen es möglichst gleich schön verpacken lassen. Bei der großen Auswahl an Einzelhandel wird derjenige die Nase vorn haben, der eine hohe Angebotsvielfalt und –Qualität hat, der mir einen angenehmen Besuch mit nahen und günstigen Parkmöglichkeiten, der Service, Gastronomie und Amüsements bietet. Das Allee-Center Magdeburg hat all dies und mehr in petto. Wir haben eine „Love to Shop“-App, mit der man schon zu Hause nach günstigen Angeboten suchen kann, wir haben sensationell günstige Parkgebühren, 150 Geschäfte, eine Carfinder-App zum Wiederauffinden des Autos, einen 3D-Wayfinder zur Orientierung im Center, eine stets besetzte Kunden-Info, abwechslungsreiche Gastronomie und viele spannende Aktionen, interessante Ausstellungen und vielfältige Events. Und in der Weihnachtszeit setzen wir mit unserem „Himmlischen Service“ immer noch einen drauf: Garderoben-Service, Einpackservice, Pagen, Engel und Parkplatzeinweiser. Das alles in Verbindung mit den vielen schönen Veranstaltungen der IG Innenstadt und anderen Partnern in der City macht ein Besuch in der Einkaufsmetropole Magdeburg immer zu einem Erlebnis.