Kinder, Flöhe, Schnäppchen

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Kinder, Flöhe, Schnäppchen

Kinder, Flöhe, Schnäppchen

Am Sonntag, 21. Oktober 2018, wird es von 11 bis 15 Uhr, im Allee-Center wieder besonders aufregend. Hunderte Kinder fiebern diesem Termin schon seit Wochen entegegen. Es ist wieder Flohmarktzeit in der Ladenstraße. Erwartet werden einige tausend Besucher, jeder von ihnen auf der Suche nach dem ultimativen Schnäppchen fürs Kinderzimmer. Denn anders als andere Flohmärkte handeln hier ausnahmslos Kinder mit Kindern. Die Großen geben den Kleinen für wenig Geld ihr gebrauchtes Spielzeug weiter. Gehandelt wird aber im Grunde mit allem, was Kinderherzen höher schlagen lässt: Puppen und Plüschtiere, Spiele und Figuren, Autos und Puppenwagen, Bücher und gut erhaltene Kindersachen ... Es ist zuweilen schon putzig, mit anzusehen, wie die Kleinen zu großer Form auflaufen und mit Genuss um den besten Preis feilschen.

Wo liegt das Erfolgsgeheimnis?

Doch wo liegt das Erfolgsheimnis des mit Abstand größten Kinderflohmarktes Sachsen-Anhalts? Dafür gibt es mehrere Faktoren, sagt Centernmanagerin Margaret Stange-Gläsener, die das Format von ihren Vorgängern übernommen hat: „Dieser Flohmarkt findet in der Ladenstraße und damit unabhängig vom Wetter statt. Ob es regnet oder schneit, die Sonne knallt oder Matsch auf der Straße liegt - bei uns kann im Trockenen und im Warmen gehandelt werden.“  Ein weiterer Aspekt ist die Gastronomie. Denn im Allee-Center ist für das leibliche Wohl bestens gesorgt, öffnen doch viele Gastronomen ihre Restaurants und Bistros für die kleinen Händler und deren Kunden.

Nur zweimal im Jahr

Hinzu kommt, dass der Allee-Center-Flohmarkt etwas Besonderes ist, denn: Er findet nur zweimal im Jahr statt. Nämlich im Frühjahr und im Herbst. Andere Veranstalter haben durch die selbst verursachte Inflation an Veranstaltungen sich selbst um das Besondere gebracht. Die Größe des Marktes ist ein weiterer Aspekt. Auf allen drei Ebenen der Ladenstraße bieten die Kinder dicht gedrängt ihre Waren an. Hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Ohne Übertreibung kann man sagen: Zweimal im Jahr ist die Ladenstraße das größte Kinderwarenhaus Deutschlands. Das wissen natürlich die kleinen Kunden, die Omis und Opis, Muttis, Vatis, Onkel und Tanten, die für ihre Kinder etwas Preiswertes suchen. Erst Recht im Herbst, wenn Weihnachten bereits in Sichtweite ist.

Kommerz strikt untersagt

Wohltuend, das kommerzieller Handel strikt untersagt ist. Im Allee-Center mischt sich eben kein Lego-Anbieter unter die Händler; es gibt keinen Stand von Ravensburger, Schmidt-Spiele oder myToys. Hier sind Kinder unter sich, und manche von ihnen machen ihre ersten Schritte in der Marktwirtschaft. Und das Center-Management verfolgt einen karikativen Aspekt; denn die kompletten Standgebühren (jedes Kind muss 5 Euro für einen Stand zahlen) wird als Spende an Kindereinrichtungen gespendet. BIsher haben bereits Kindergärten, Kinderfeuerwehren und allerlei Projekte für Kinder davon profitiert.

Das alles hat sich herumgesprochen. Deshalb gibt es bereits bei der Vergabe der Standgenehmigungen vier Wochen vor dem Flohmarkt lange Schlangen. Immer mehr Kinder möchten mit dabei sein und durch den Verkauf ihrer Spielsachen Platz im Kinderzimmer schaffen.

Über-Eltern

Einzig störend sind zuweilen die Über-Eltern, die ihre Kinder regelrecht anstacheln, soviel wie möglich herauszuholen. Doch auch das ist ein Lernprozess. Und zwar für beide Seiten. 

Das Allee-Center jedenfalls freut sich auf den nächsten Kinderflohmarkt. Am 21. Oktober 2018 ist es dann ja wieder soweit.