Liebesgrüße für Moskau

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Liebesgrüße aus Moskau

Liebesgrüße aus Moskau

Also ich sehe diese Postkartenaktion. Und was mache ich? Ich schicke Liebesgrüße nach Moskau. Schnurstracks. Denn ich bin anders als die meisten. Echt mal: Wer schreibt schon noch Karten? Kein Mensch! Selbst Liebesbriefe sind in etwa so aus der Mode wie das Ständchen vor dem Fenster der Liebsten. Heutzutage wischt und tippt man lieber, statt mühsam mit der Hand zu schreiben. Doch gerade weil die Menschen immer weniger einen Stift halten, aus dem sich richtige Tinte ergießt, sind Briefe und Karten wieder etwas ganz, ganz Besonderes. Sozusagen etwas, das Mühe macht und schon deshalb von Herzen kommen muss. Eine handgeschriebener Gruß im Briefkasten, der sich weder als Werbung noch Rechnung entpuppt, ist doch beinahe so ausgestorben wie Dinosaurier. Oder wann hast Du Dir das letzte Mal darüber verblüfft die Augen gerieben?

Mit offenen Augen

Das könnte sich in den nächsten Tagen aber ändern. Vorausgesetzt, Du hast eine/n schwer-in-dich-Verliebte/n, die oder der dieser Tage mit offenen Augen an der Kunden-Info im Allee-Center Magdeburg vorbeiläuft. Dann nämlich ist die Chance groß, dass er die Postkartenaktion entdeckt und mitmacht. „Hey Lieblingsmensch“ steht auf den blütenweißen Postkarten, die Jedermann(s)frau an die bessere Hälfte verschicken kann. Gratis, denn das Allee-Center übernimmt das Porto. Zumindest, wenn die Karte bis zum 10. Februar in die daneben postierte Box geworfen wurde.

„Hey Lieblingsmensch“

Und es wird Dir auch einfach gemacht, denn wer nicht mag, muss auch nicht übermäßig viel schreiben. Es genügt (natürlich) die Adresse und ein paar Kreuze. Also ob man den Adressat liebt zum Beispiel, dessen Lächeln vermisst und alles am anderen bezaubernd findet. Wer noch kreativer sein möchte, kein Problem. Es ist noch eine Zeile frei...

Das Band der Liebe

Ich mache mir da keine Sorgen um Dich. Das Band der Liebe macht wahnsinnig kreativ. Das wusste schon der eher mürrische Kaiser Claudius II. Damit seine Soldaten bis zum Umfallen kämpfen und nicht vom Herzklopfen abgelenkt waren, verbat er zu seiner Zeit nämlich Hochzeiten von Soldaten. Sehr kreativ war das zwar nicht, traf aber bald auf ein mitfühlendes Herz. Und zwar das von Priester Valentin von Terni. Nachdem ihn immer häufiger die schwer Verliebten seiner Zeit anflehten, sie zu trauen, traute er sich tatsächlich, Soldaten, zu trauen. Denn Valentin von Terni glaubte fest an ein göttliches Band, das Mann und Frau zusammen hält. 

Glückliche Ehen

Sehr bedauerlich, dass ihm das zum Verhängnis wurde. Bald hatte es sich bis zum wütenden Claudius II. herumgesprochen, dass ausgerechnet Valentins Ehen fast immer gut und zukunftsträchtig waren. Man glaubte sogar, dass die Blumen, die der Priester den Frischgetrauten aus seinem Garten überreichte, magische Wirkung hatten. Also machte der Kaiser Schluss mit Valentins Liebesdiensten und den christlichen Märtyrer am 14. Februar 269 einen Kopf kürzer. Bis 1969 war der 14. Februar sogar als Tag des Valentin im kirchlichen Kalender zu finden.

Viele Mythen um den Tag der Liebenden

Es gibt zwar noch unzählige andere Sagen und Mythen um die Entstehung des „Tages der Liebenden“, doch die vom Valentin finde ich am Schönsten. Heute ist der Valentinstag eine süße Gelegenheit, dem Geliebten mal wieder zu sagen: „Hey Liebligsmensch, ich liebe Dich!“ Oder eine Gelegenheit, mal wieder eine liebe Karte zu versenden...

Jens-Uwe Jahns