„Magdeburgs schönstes Wohnzimmer“

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„Magdeburgs schönstes Wohnzimmer“

„Magdeburgs schönstes Wohnzimmer“

Die Gratulantenschar schien nicht abzureißen. Center-Managerin Margaret Stange-Gläsener durfte zum Auftakt der Festwochen zum 20. Centerjubiläum reichlich Hände schütteln. Viele Prominente waren gekommen, um dem größten innterstädtischen Einkaufscenter Sachsen-Anhalts die Aufwartung zu machen. Wirtschafts-Staatssekretär Thomas Wünsch bezeichnete das Center als „schönstes Wohnzimmer der Stadt“, in dem sich Tag für Tag rund 30.000 Menschen wie zu Hause fühlen. Und er attestierte dem Center-Management, zum Jubiläum wieder einmal die „richtigen Weichen“ gestellt zu haben: „Dies hier ist kein reiner Versorgungsort, sondern ein Platz zum Wohlfühlen, zum Bummeln, Einkaufen, für Veranstaltungen, Gastronomie und ein Ort, um Kunst und Kultur zu erleben. Mit der Umgestaltung der Ladenstraße haben Sie ganze Arbeit geleistet.“

„Wir haben immer sehr genau hingehört“

Genau das hatte die Center-Managerin in ihrer kurzen Begrüßung bekräftigt: „Der Handel ist in stetem Wandel und wir sind seit Jahrzehnten vor allem deshalb so erfolgreich, weil wir immer sehr genau hingehört haben, was sich unsere Kunden wünschen.“ Dementsprechend habe sich das Center zum Geburtstag neu erfunden. Nunmehr gibt es einen Kinderspielplatz im Basement, gemütliche Lounge-Bereiche zum Ausruhen und Bäume, die in den Himmel wachsen.

„Aufenthaltsqualität deutlich erhöht"

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper freute sich über die Erneuerung im Center und die damit verbundene Erhöhung der Aufenthaltsqualität: „Genau das machen wir ja mit unserer Stadt mit Blick auf unsere Bewerbung zur Kulturhauptstadt auch. Wir diskutieren darüber, wie wir dier Aufenthaltsqualität unserer Innenstadt erhöhen können, damit wir sie angesichts der größer werdenden Bedrohung durch den Onlinehandel nicht verlieren.“ Besonders freue er sich auf den nächsten Einkaufsbummel mit seiner Frau: „In den Lounge-Bereichen spendiert das Center ja jetzt allen Männern Bier und Kuchen, während die Frauern unermüdlich von Laden zu Laden bummeln.“ Ernst gemeint war das freilich nicht.

„Vom Bahnhof bis zur Elbe gucken“

Alt-Oberbürgermeister Willi Polte erinnerte sich unterdessen an die 1990er Jahre, als sich der damalige Stadtrat über die Bebauung der leeren Innenstadt entscheiden müsste: „Wer aus dem Bahnhof kam, konnte ja bis zur Elbe gucken. Die Elbestädter aber wollten ein Stück Großstadtleben, wie sie es aus Leipzig kannten, auch in Magdeburg haben. Doch für das Grundstück des heutigen Allee-Centers gab es 265 vermögensrechtliche Ansprüche, die u.a. aus Australien, Kanada. Amerika oder Israel kamen.“ Nur ein großer Wurf brachte kurzfristig großflächigen Einzelhandel in die Stadt, „alles andere hätter Jahrzehnte gedauert“.

Mit dem Anschnitt einer riesigen Geburtstagstorte eröffnete das Allee-Center die Feierlichkeiten zum 20. Geburtstag. Bis zum 6. Oktober werdebn sie andauern.