Sommerfete wie in den 80ern

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Sommerfete wie in den 80ern

Sommerfete wie in den 80ern

Seit fünf Jahren bewahren die Mitglieder des MWG-Nachbarschaftsvereins die Erinnerungen an die Wohnwelt und das Lebensgefühl der 1960er bis 1980er Jahre. An jedem Sonntag öffnen sie für zwei Stunden die MWG-Museumswohnung in der Alten Neustadt, in der die Vergangenheit konserviert scheint. Zum fünften Jahrestag der Eröffnung haben sich am Sonntag, 21. Juli, 13 bis 19 Uhr, ganz besondere Gäste angesagt: Monika Hauff und Klaus-Dieter Henkler.

Cindy & Bert des Ostens

Das Duo hat über 20 Millionen Platten verkauft und sich mit Hits wie „Das war ein Meisterschuss“, „Schuld allein ist die Liebe“ oder „Keine Bange (wir holen eine Zange)“ unsterblich gemacht. Kennengelernt hatten sich die Beiden übrigens in Magdeburg – im legendären Jürgen-Heider-Swingtett feierten sie ihre ersten musikalischen Erfolge. Ab Juni 1968 standen sie als Hauff & Henkler auf der Bühne. Noch im selben Jahr sang das Duo bei den Olympischen Spielen in Mexiko.

Inzwischen sind sie 74 Jahre jung und haben gerade ihre Abschiedstournee durch 50 Städte erfolgreich zu Ende gebracht. Nur noch zu ganz besonderen Anlässen geht das Duo, das für manche auch als „Cindy & Bert des Ostens“ gilt, auf die Bühne. 

„Druschba“-Comedy

Ein solch besonderer Anlass ist der fünfte Geburtstag der Museumswohnung, die die MWG 2014 anlässlich ihres 60. Jahrestages eingerichtet und eröffnet hatte. Einige tausend Besucher sahen sich seither an, wie die Mitglieder in den Anfangsjahren der Genossenschaft, die damals noch AWG hieß, lebten. Zur jährlichen Sommerfete sind am Sonntag, 21. Juli 2019, ab 13 Uhr neben Hauff & Henkler die Görlitzer Comedytruppe „Druschba – Freundschaft“, ABV Grünrock und die Gruppe PAN mit ihrem Oldieprogramm zu Gast.

Freier Eintritt

Bei freiem Eintritt ermöglicht die Sommerfete vor der MWG-Museumswohnung in der Hohepfortestraße 61 eine Zeitreise in die 1950er bis 1980er Jahre. So kann die DDR-Wohnung  besichtigt werden, in der die Mitglieder des MWG-Nachbarschaftsvereins Führungen anbieten. ABV Grünrock sorgt mit seinem „Helfer der Volkspolizei“ für Ordnung bei der „Einreise“, kontrolliert die Personalausweise und spielt als „Schallplattenunterhalter“ die größten DDR-Hits ab. Wer sich die Wartezeit am „Grenzübergang“ schenken will, kann den mürrischen ABV ja vielleicht mit DDR-Utensilien als Gastgeschenk für die Museumswohnung erweichen.

Der Geschmack des Ostens

Auch kulinarisch kann man sich am 21. Juli noch einmal den Geschmack des Ostens auf der Zunge zergehen lassen. So sind traditionelle „Titsch-Kuchen“ wie Bienenstich, Zuckerkuchen oder „Kalte Schnauze“ ebenso im Angebot wie Muckefuck, Rondo-Kaffee, Schmorwurst, Grilleta, Sudenburger Bier, Waldmeister-Limo und die völlig abgedrehte Börde-Knolle. Sogar die beliebteste Süßspeise der 50er Jahre, der „Machdeburjer Appelhappen“, kommt für einen Tag wieder in die Tüte. An der Clubbar leben DDR-Mixgetränke wie „Grüne Wiese“, „Blonder Engel“, „Moulin Rouge“ (der Sangria des Ostens), Wodka-Juice und „Schnee-Cola“ noch einmal auf. 

Kugel-Porsche und Dedoron-Schürze

Besucher der DDR-Party haben Gelegenheit, sich in Original-Dedoron-Kittelschürze oder Nylon-Arbeitskittel vor einem Kugel-Porsche zu fotografieren. Neu ist ein Selfie-Bereich, in dem man vor grauer „Hassel“-Kulisse oder in einer DDR-Kaufhalle posieren kann. Kinder können im Nostalgie-Karussell fahren, „Schlager-Süßtafel oder Gelee-Bananen aus DDR-Zeiten probieren. Für Modelleisenbahnfans dreht eine PIKO-Bahn auf Original DDR-Platte ihre Runden, es gibt einen kleinen „HO-Kaffeegarten“ mit original Flechtsesseln aus DDR-Produktion sowie einen Treff von Simson- und MZ-Zweiradsammlern.